Flugzeugabsturz einer Fiat G-91 bei Weißenhorn

Am Donnerstag, 08.05.1969, flog um 14:32 Uhr eine Fiat G-91 des leichten Kampfgeschwaders 44 aus Leipheim über Vöhringen in Richtung Weißenhorn. Die Maschine war um 13:45 Uhr in Leipheim zusammen mit einer zweiten Fiat G-91 zu einem Tiefaufklärungsflug gestartet.
Der Pilot der zweiten Maschine, Hauptmann Horst Söder (34) flog hinter Hauptmann Rusch (30) und sah bei einer Höhe von 180 m und einer Geschwindigkeit von 650 km/h bei der vor ihm fliegenden Maschine plötzlich Flammen ausschlagen. Das Flugzeug von Hauptmann Heinrich-Peter Rusch bekam über Vöhringen Triebwerkprobleme (Schubkraftverlust), der Pilot konnte das Flugzeug nicht mehr beschleunigen.
Hptm. Rusch hatte die Maschine noch so eingesteuert, dass diese auf freiem Feld herunterkäme und katapultierte sich dann mit dem Schleudersitz aus der Maschine. Er landete mit dem Schleudersitz auf dem Gelände eines Kieswerks zwischen Illerzell und Vöhringen, die Maschine stürzte ca. 600 Meter westlich der Kläranlage der Stadt Weißenhorn bei Hegelhofen auf freiem Feld ab.
Der Pilot der zweiten Maschine beobachtete den Absprung seines Kameraden mit dem Fallschirm und überflog noch die Absturzstelle der Maschine in Weißenhorn, bevor er nach Leipheim zurückkehrte. Der damalige Klärwärter, Otto Peter, verständigte direkt die Weißenhorner Feuerwehr, die mit vier Fahrzeugen zur Stelle kam. Im Flugtower in Leipheim hörte zur selben Zeit auch Stabsfeldwebel Steger aus Weißenhorn/Hegelhofen die Meldung über den Absturz der Maschine in Weißenhorn und machte sich zusammen mit der Flugplatzfeuerwehr Leipheim auf den Weg zur Absturzstelle nach Weißenhorn. Die Leipheimer Flugplatzfeuerwehr löste die Weißenhorner Feuerwehr bei den Löscharbeiten nach ca. 1 Stunde ab. Mit auf dem Weg aus Leipheim waren insgesamt ca. 50 Personen, darunter ein Presseoffizier, Flugsicherheitsoffiziere, Wachmannschaften, Sanitäter und Instandsetzungseinheiten.





