Reichenbacher Str. 63
Im Jahr 1927 beantragte der Kraftwagenführer Josef Knoll, sein Grundstück am Ende der Reichenbacher Str. einzuzäunen und dort einen Garten einzurichten. Wegen der Außenbereichslage und der Störung des Landschaftsbildes stimmte der Stadtrat dem Bauantrag nicht zu. Es entwickelte sich eine zwei Jahre dauernde Auseinandersetzung, an deren Ende einer Einfriedung mit 1,35 m Höhe doch zugestimmt wurde. In diesen Garten baute Knoll in den 30er-Jahren ohne Genehmigung ein unterkellertes Gartenhaus. Wegen der Wohnungsnot nach dem Krieg wurde das Gartenhaus auch als Dauerwohngebäude genutzt und durfte deswegen später auch erweitert werden. Es war viele Jahre Wohnung und Atelier der Weißenhorner Keramikerin Carola Strasser.



1956 erbaute Josef Bühl auf dem Keller des alten Gartenhauses ein neues Wochenendhaus. 1966 wurde das Haus durch Siegfried und Carola Strasser erworben und erweitert. Es entstand hierdurch ein Doppelhaus. 1977 kam eine weitere Garage hinzu.



Nach dem Tod der Alteigentümer wurde das bestehende Einfamilienhaus abgebrochen und durch einen Neubau mit Doppelgarage ersetzt. Nach dem Bau wurde das Haus geteilt.



Auf dem städt. Grundstück an der Reichenbacher Str. vor diesem Haus wurde ein Zierbrunnen angelegt. Baujahr und Bauherr der Anlage konnten noch nicht ermittelt werden. Relikte des Brunnens waren 2020 noch vorhanden.




