Fuggerstr. 4 – originaler Jugendstil
Nach 1850 zogen sich die Fugger aus Weißenhorn zurück und verkauften sukzessive ihren Grundbesitz. In diesem Zuge wurde auch der Bereich des ehemaligen Fuggergartens neu geordnet. Die ehemalige Schweizerei (FGx) wurde abgebrochen und die Fuggerstraße als neue Erschließungsstraße angelegt.
1913 stellte der Baumeister Luitpold Gaiser (1864-1940) den Bauantrag für ein neues Wohnhaus. Die Fertigstellung des Gebäudes zog sich kriegsbedingt bis 1917 hin.
Luitpold Gaiser bewohnte das Gebäude bis zu seinem Tod 1940. Sein Bruder, Karl Gaiser, Dr. Stud.Prof. a.D., übernahm das Gebäude und bewohnte es bis Anfang der 80er-Jahre.




Um 1986 wurde das Haus verkauft. Die neuen Eigentümer hielten den Originalzustand. 2006 wurden die historischen Holzfenster instandgesetzt und erhalten.
1990 wurde eine Garage hinzugebaut. Über den Fußweg zur Kammerlanderstraße gab es eine längere Auseinandersetzung mit der Stadt. Dieser historische Fußweg über das ehemalige Firmengelände der Fa. Gaiser wurde von den Bürgern stark frequentiert, aber rechtlich nicht über eine Dienstbarkeit abgesichert. Die Stadt machte ihre Zustimmung zum Bau der Garage vom Erhalt des Fußwegs abhängig. Nach zähen Verhandlungen gelang es der Stadt, diesen Fußweg zu erwerben und zu sichern. Die Eigentümer erhielten daraufhin die Genehmigung zum Bau einer Garage entlang des Fußweges.
Neben dem einzigen stilechten Jugendstilgebäude ist auch die historische Gartenanlage interessant, die ebenfalls erhalten geblieben ist.











