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Die Stadtmauer – Befestigung des Mittelalters

Von der eigentlichen alten Stadtmauer ist – zumindest sichtbar – fast nichts mehr erhalten. Dennoch prägt diese Mauer bis heute die Form der Stadt und begrenzt unsichtbar das Altstadtoval. Begeben wir uns auf Spurensuche!

Die Altstadt Weißenhorns wird bis heute vom Verlauf der Stadtmauer begrenzt, auch wenn von der Mauer selbst nichts mehr zu sehen ist. Die Stadtmauer war Teil der Stadtbefestigung, die aus der eigentlichen, ca. 5-7 m hohen Stadtmauer, der in einem Abstand von 2-3 m vorgelagerten niedrigeren Zwingermauer und einem doppelten Ring von Wall und Graben bestand. Dieses Verteidigungssystem bestimmte die Form der Stadt und ist heute im Stadtgrundriss noch ablesbar: Der Hauptplatz, die westliche Promenade, die Bahnhofstraße und die östliche Promenade verlaufen auf diesem Befestigungsring. Wir wollen nachfolgend diese Abschnitte getrennt betrachten. Ergänzend hierzu sei auf die Geschichten der jeweiligen Straßen verwiesen, in denen die ehemaligen Grabenbereich aufgingen: die Bahnhofstraße, die östliche Promenade (noch nicht veröffentlicht), der Hauptplatz, der Neuffenplatz (noch nicht veröffentlicht) und die westliche Promenade (noch nicht veröffentlicht).

Die erste Stadtbefestigung

In der Form von Wall und Graben muss schon vor dem Bau der Stadtmauer eine Stadtbefestigung bestanden haben, wahrscheinlich nur aus Holzzäunen und Palisaden, aber schon mit Verteidigungseinrichtungen und Toren. Über die Art der Befestigung gibt es weder Berichte noch archäologische Funde, auch die archivalischen Quellen sind mager. Habel [1]Habel, Bayerische Kunstdenkmale; Stadt und Landkreis Neu-Ulm, 1966, Deutscher Kunstverlag, München sieht die Befestigung im Zusammenhang mit der offensichtlich planmäßig erfolgten Anlage der Stadt im Anschluss an das Wasserschloss der Herren von Neuffen, vermutlich in der 2. Hälfte des 13. Jh. Die Siedlung an sich ist auf jeden Fall schon älter, eine frühe römische Besiedlung ist nicht auszuschließen. Die Befestigung umschloss ein vom Schloss und der Pfarrkirche im Süden sich nach Nordwesten erstreckendes Oval von etwa 300 m Länge und 175 m Breite, das der Länge nach von der Hauptstraße durchschnitten wird, an deren Enden die beiden Tore stehen.

Die Stadtmauer mit Türmen und Toren entsteht

Nach 1460 wurde mit einem sukzessiven Ausbau der Stadt begonnen, es ist allerdings nicht berichtet, auf wessen Veranlassung hin das geschah. Es begann mit dem Ausbau und der Umgestaltung des Herrschaftssitzes. 1465 wurde das sog. Neuffenschloss neu erbaut. Hierbei wurde der Vorgängerbau, vermutlich ein Wasserschloss, niedergelegt und der Wassergraben verfüllt. Bei archäologischen Untersuchungen im Zuge der Sanierung der Schlösser wurden die alten Befestigungsanlagen des Vorgängers aufgedeckt. Diese wurden teilweise in das neue Befestigungssystem integriert.

Der Ausbau der Stadtbefestigung begann mit den Stadttoren und Türmen. Zuerst wurde das Obere Tor erbaut. Dendrochronologische Untersuchungen datieren den Bau auf 1464-69. Das deckt sich auch mit den Berichten des Chronisten Nikolaus Thoman, der für den späteren Bau der Vortürme das Jahr 1486 benennt. Für 1482 ist von Thoman auch der Bau des Pfaffenturms belegt. Bei den übrigen Türmen und Toren ist das Baujahr nicht exact überliefert, das Untere Tor ist auch auf 1470/80 zu datieren, der Prügelturm, der Wettbachturm und der Keserturm dürften spätestens mit dem Bau der Stadtmauer ab 1487 errichtet worden sein.

Es wird hier die Theorie vertreten, dass der vormalige Zugang zur Stadt in direkter Verlängerung der Reichenbacher Str. gelegen war und das neue Obere Tor neben dem alten Stadtzugang gebaut wurde, damit man während der Bauarbeiten noch problemlos in die Stadt herein konnte. Nach Fertigstellung des Oberen Tores wurde der alte Zugang geschlossen und 1487/88 durch eine Mauer ersetzt. Daher macht die Linienführung des Stadtzugangs heute einen kleinen Bogen.

Den Baubeginn der Stadtmauer und der Befestigungsanlagen beschreibt Thoman recht anschaulich für das Jahr 1487. Anno Domini 1487, vor weychennechten oder nach Martini, da ward ain grosser mercklicher baw hie angefangen mit holtz und beschyttenen  in aller grossen keltin. Über den selbigen baw ward ain lantzher auß Österreich gesetz, mit namen Beßnitzer, ain wunder­licher mann, der ließ starck groß basteyen zeynen machen, und außerhalb des zwingers, nit gar im graben, lies er ain starcken schreckzaun machen mit aufrechten, jungen aychen,  umb die gantzen statt und umb die basteyen, die in den Wassergraben, ach. Durch denselben zaun kut man wol schiessen, dan er ways unden, in der mit und obnen nur ain wenig eingefast und zewngertea, wie man pfligt die aufrechten zein ze machen. Von dem obren thor büß zu dem schloß da waß ain ygel in den liechtzaun gemacht, was ain besunder manier, dan der grab ist tief, und stat der zwinger hoch. Der zaun stund fast in der mitte des graben und zwingers, da lyes er in den schreckzaun rauch est von den wilden öppelbaumen und byrenbaumen auf die erden in den zaun machen und versorgen, es möcht niemetz auß dem graben zu dem zaum körnen, wan er musset mit dem kopf anstosseu, kunt nit weyter komen. Man feyret den heyligen tag und sant Steffas tag, an sant Johans tag mußet yderman arwayten, da schlug man die pfel und basteyen auf dem eyß., machet grosse fewr den arwaytern . das sich die arweyter mochten wermen, ach das gert zu dien zeynen bewen, damit sy nit prechen.

Mitte 1488 setzte man die Befestigungsarbeiten fort: Da fieng man aynen andren grossen baw an und machet gar aynen grossen, starcken zaun auf dem mittlen graben mit aynem knieling, mit ertrich außgefult und klaypt, mit prettern gedeckt (und claybet den zaun aussen und innen mit ful schutzlechern, mit prettern gedeckt, umb die gantzen stat herumb). ward angefangen umb sant Ulrichs tag [4 Juli], ward außgemacht tag vor Michahelis [29 Sept.], und bey dem hofgarten auf dem buchel, wie er noch ist, macht man ain gewaltige bastey. Vor dem obren thor da stunt ain hauß, was Peter Seytzen, des prach man ab, doch ward es im bezalt, gab im darfur und für roß, wagen und wein, wie oben begriffen ist, 200 gulden. Da machet man auf dieselben hofstat ain grosse bastey und darumb ain graben, wieß noch stat. In derselben bastey was ain außgang zu den rossen in den graben gegen der obren forstatt, wan es not gethan hette, das der raysig zewg (haimlich )hinauß kint hette Am andren ort gegen dem hofgarten was ain außgang den lewten und darneben ful guter schutzlecher. Desgleichen vor dem undren tor prach man ain stallung und stadel ab gegen der Rot und uf dem andren ort gegen dem hofgarten auch ain stallung; die bayde geseß waren Hansen Clausen, burgermaister, dem gab man darfur etwas minder, den 200 gulden. Die selben bastey die mauret man im grund mit aynem gewelb, und ach ain außgang zu den rossen, nit lang da fuel das gewelb wol halber nider gegen der Rot. Item hinder dem schloß buß auf den graben gegen der mullen hinauf da was ain gantz feste wer, zwen zein vor ain andren klaibt, davor schreckzein mit ful schutzlechern, mit prucken über den graben gantz fest (Es waren auch zween zein unden am graben mit zwayen prayten stegen. daß man über das wasser im gra­ben mocht können, es was ain starcke, veste wer, dergleichen nit ful gesechen ist worden).

Im Jahr 1492 wurde nach Thoman die Stadtmauer zwischen Schloss und Oberem Tor wieder abgebrochen und neu erbaut.

1504 wurde die Stadtmauer verstärkt.

1513/14 wurde das Neue Schloss, auch Fuggerschloss genannt, erbaut. Dieses wurde so gebaut, dass die Stadtmauer in den unteren 2 Geschossen hier als südl. Außenwand fungierte. Diese eingebaute Stadtmauer wurde bei der Sanierung der Schlösser aufgedeckt, dokumentiert und in Teilen sichtbar gemacht.

1524 wurde die Brücke vor dem Unteren Tor neu gewölbt.

1525 war der sog. Bauernaufstand. Die Stadt hielt der Belagerung zwar stand, man hielt aber dennoch einen Ausbau der Befestigungsanlagen für notwendig. so wurde 1527 das Untere Tor um zwei Stockwerke erhöht. 1530 wurde der Stadtgraben tiefer ausgehoben.

Damit hatte die Stadtbefestigung ihren Höchststand erreicht. Auf der bekannten Stadtansicht von 1555 ist die Stadtmauer recht detailliert dargestellt, so dass man die Verteidigungsanlagen gut analysieren kann.

Die Stadtbefestigung bestand aus zwei Gräben mit dazwischenliegendem Damm, anschließend kam die niedrigere Zwingermauer und in einem Abstand von ca. 3 m die hohe Stadtmauer. Die Zwingermauer hatte kleinere Zwischentürme und im oberen Bereich Schießscharten zur Verteidigung. Der Zwingerbereich zwischen den beiden Mauern diente zum einen der Beweglichkeit der Verteidiger und zum anderen, falls der Feind bereits die erste Mauer genommen hätte, der Verteidigungsmöglichkeit von der hohen Stadtmauer herab in den engen Zwingerbereich. Im Zwingerbereich befand sich der Pulverturm und das ‚Wildbad‘ des Schlosses. An der Stadtmauer lagen die höheren Stadttürme und -tore, hier benannt der Reichsturm (Wettbachturm), der Diebsturm (Prügelturm), das Untere Tor, der Keserturm und das Obere Tor, sowie – hier nicht dargestellt- der Pfaffenturm. Ganz rechts ist ein Ausgang aus der Stadt mit Brücken über den Graben dargestellt, dieser verlief neben dem Neuffenschloss. Gut zu sehen, dass die beiden Schlösser Teil der Stadtbefestigung sind.

Konstruktion und Befunde der Stadtmauer

Von der alten Stadtbefestigung ist heute leider nichts mehr unmittelbar zu sehen. Sie wurde im 18. und 19. Jahrhundert vollkommen niedergelegt. Fundamentreste wurden bei Bauarbeiten an allen Stellen gefunden, wo Wege aus dem Altstadtoval herausführen: an der Brücke neben dem Fuggerschloss zum Altstadtparkplatz, in der Martin-Kuen-Str., der Heilig-Geist-Str. neben dem Theater, beim Prügelturm, in der Konrad-Huber-Str. und der Institutsgasse. Im Rahmen der Altststadtsanierung wurde der Mauerverlauf durch breite Granitbänder und einen Materialwechsel sichtbar gemacht.

Die Ostseite der Bebauung An der Mauer ruht auf den Resten der ehem. Zwingermauer, auch einige der Gartenhäuser in der westl. Promenade benutzen die Fundamente der Zwingermauer.

Auch der Ausgang aus der Stadt neben dem Neuffenschloss wurde bei Bauarbeiten entdeckt.

Eigenartigerweise fanden sich bei archäologischen Grabungen am Schmiedplatz für dessen Neubebauung keine Mauerreste. Da die dortigen Neubauten aber nicht unterkellert sind, konnten bei den Grabungen keine Tiefenschnitte angelegt werden, so dass u.U. in tieferen Schichten doch noch Reste zu finden wären.

Reste der eigentlichen Stadtmauer befinden sich noch im Erdgeschoss des alten Rathauses am Kirchplatz 2. Diese Reste sollen jetzt beim anstehenden Umbau dieses Gebäudes zum Heimatmuseum wieder sichtbar gemacht werden, in welcher Form ist jedoch noch nicht entschieden.

Das Gebäude Hauptstr. 25 am Unteren Tor beheimatete eine Schmiede. Es war unmittelbar an die Stadtmauer angebaut. Zur besseren Raumausnutzung wurde im Jahre 1832 die Stadtmauer mit in das Gebäude einbezogen. Da hier derzeit keine Bauarbeiten anstehen, konnten noch keine Befunde gemacht werden. Die Kenntnis beschränkt sich daher noch auf die Darstellungen in Plänen. Nach den Planunterlagen muss die Stadtmauer an dieser Stelle eine Höhe von 3 Stockwerken (> 6,25 m) aufgewiesen haben. Der Wehrgang ist mit einer Breite von 2,5′ (73 cm) eingezeichnet und könnte zur Stadtinnenseite offen gewesen sein. Die Stadtmauer selbst wies eine Breite von 3,5′ (1,02 m) auf, der Zwinger eine Tiefe von 10′ (2,92 m) und die äüßere Zwingermauer eine Stärke von 2′ (58 cm). Die Zwingermauer war mit Vorlagen versteift. Im Plan A 124- P 2 (Hauptstr. 25) von 1835 ist die Höhe der Zwingermauer mit 9′ (2,63 m) eingezeichnet.

Das Fuggerschloss wurde 1514 ebenfalls unmittelbar an die Stadtmauer angebaut. Hier konnten im Rahmen der Sanierungsarbeiten einige Funde gemacht und dokumentiert werden. Auch wurde das ‚Wildbad‘ gefunden und dokumentiert.

Konstruktion der Stadtmauer

Von der Zwingermauer sind leider gar keine aufstehenden Teile mehr zu sehen. Hier sind wir also auf Vermutungen angewiesen. Die Zwingermauer war ca. 35-40 cm breit und wohl 2,50 – 3,00 m hoch. Um der Mauer mehr Stabilität zu geben, waren außenseitig Pfeilervorlagen und kleinere Türme vorhanden. Die Türme dürften auch Treppen enthalten haben, die es ermöglichten auf einen hölzernen Umgang zu gelangen, von dem aus die Schießscharten erreicht und bedient werden konnten. Die Mauer dürfte kein Dach getragen haben.

Im Fuggerschloss wurde die große Stadtmauer aufgedeckt und aufgemessen. Sie hatte eine Stärke von ca. 1,40 m und vermutlich eine Höhe von ca. 7 m. Sie war ab einer Höhe von ca. 4,0 m zweischalig, d.h., in ihrem Inneren konnte man gehen. Sie besaß 2 Stockwerke, die gewölbt waren. Um von einem Stockwerk in das nächste zu gelangen, waren in gewissen Abständen Steigschächte ca. 60/60 cm eingebaut, wo man mittels Leitern aufsteigen konnte. Im Fuggerschloss wurde die innere Mauerschale später teilweise entfernt, um größere Räume zu erhalten. Die Struktur war aber deutlich zu erkennen. Im Bereich des Treppenhauses war der Raum zwischen den beiden Schalen als Abstellraum, früher WC, genutzt worden. Vermutlich war die Mauerkrone als Dach mit Ziegeleindeckung ausgeführt.

Unter dem Fürstenanbau wurde bei der Sanierung ein Keller eingebaut. Die Fundamentmauern reichten ohnehin bis zur ehemaligen Grabensohle. Bei diesen Aushubarbeiten stieß man auf einen runden Befestigungsturm (wohl vom Vorgängerbau vor 1460), auf die ehemalige Zwingermauer und auf das in der Stadtansicht dargestellte ‚Wildbad‘. Dessen Boden aus Ziegeln im Gefälle mit Abfluss konnte eindeutig als Badehaus identifiziert werden. Die Zwingermauer überschneidet sich bei dem Rundturm mit einer anderen Vormauer. Es ist anzunehmen, dass es sich hierbei um eine runde Vormauer des Turms handelt, die nach dem Bau der Stadtmauer aufgegeben wurde, so dass die neue Zwingermauer stumpf an den alten Turm anstieß. Der Rundturm blieb vermutlich zunächst auch nach dem Bau des Neuffenschlosses zumindest im unteren Bereich stehen. Bis 1555 wurde er aber auch abgetragen, er ist in der Stadtansicht nicht mehr dargestellt. Die gefundenen Mauerreste in der Ebene -3 wurden erhalten und dauerhaft sichtbar gemacht, die Ebenen -1 und -2 wurden für die neue Nutzung aufgegeben.

Bei den Sanierungsarbeiten konnte im Erdgeschoss (heutiges Standesamt) ein Teil der Innenseite der Stadtmauer freigelegt werden. Beim Bau des Fuggerschlosses 1514 war die um 1488 erbaute Stadtmauer also gerade erst einmal 25 Jahre alt. Der Verputz auf dieser Fläche dürfte also noch original aus der Erbauungszeit sein, ebenso die Farbgebung. Die Stadtmauer war demnach innenseitig mit 25 cm tiefen Bogenrücklagen aus Stichbögen mit einer Spannweite von ca. 1,80 m versehen. Diese Situation wurde restauriert und sichtbar gemacht.

Der barocke Schlossgarten

Der Schlossgarten entstand erst im Rahmen der Barockisierung der Schlösser. 1689/90 wurden an den Mittelbau der Schlösser die sog. ‚Fürstenzimmer‘ angebaut (dendrochron. datiert). Mit diesem Bau begann die Barockisierung der Schlösser, die sich in Etappen bis ca. 1750 hinzog. Der Anbau griff über die bisherige Südgrenze der Gebäude hinaus und sogar über die Zwingermauer. Deren Mauerreste wurden bei der Sanierung der Schlösser freigelegt und im UG dauerhaft sichtbar gehalten (s.o.). Die Fundamentsohle des Anbaus konnte nicht ergraben werden, sie liegt deutlich tiefer als das jetzige UG.

Es ist nicht überliefert, wann die heute noch sichtbare ca. 10 m breite Bastion gebaut wurde, die wir (fälschlicherweise) als Stadtmauer bezeichnen. Es handelt sich um eine Stützmauer mit Stilelementen barocker Festungsarchitektur, die angelegt wurde, um auf der Höhe des oberen Geländes einen barocken Ziergarten anlegen können, der in den späteren Katasterblättern auch schematisch dargestellt ist.

Nach der Mediation 1848 zogen sich die Fugger vollständig aus der Stadt zurück und verkauften zw. 1850 und 1862 sämtliche Immobilien in der Stadt. Die Stadt kaufte die Schlösser und verkaufte sie anschließend an den Bayerischen Staat, der sie zu Amtssitzen (Finanzamt, Forstamt, Amtsgericht, Vermessungsamt) umbaute. Die Amtsleiter hatten ihre Dienstwohnungen in den Schlössern und nutzten die Gartenflächen privat.

Nach der Verlegung der Ämter blieb nur noch das Amtsgericht im Neuffenschloss. Die Stadt kaufte um 1930 das Fuggerschloss und den Mittelbau zurück und baute diese zur städt. Haushaltungsschule um. Von nun ab wurde der Garten als Schulhof genutzt. Man stellte einen (neuen) Zugang zum Schlossweiher her, der mittlerweile aufgefüllt war und nutzte diese Fläche ebenso. Das Grundstück war eingezäunt und dicht bepflanzt, so dass es von außen nicht einsehbar war.

In die Gartenfläche hinein baute man 1931 einen Heizraum für die Zentralheizung an die Schlösser an und nutzte die Fläche als Terrasse. 1955 wurde dieser Heizraum erneuert und vergrößert. Vermutlich auch in diesem Zuge wurde ein Teil der Stützmauer entfernt und durch eine Stahlbetonstützmauer ersetzt, die mit NF-formatigen Hartbrandklinkern verkleidet wurde. Hierbei wurde auch der Treppenabgang in den Graben in gleicher Weise erneuert. Nach dem Auszug der Schule um 1972 (in die neue städt. Realschule) überließ man das Gelände weitgehend sich selbst.

1988/89 wurde die ‚Stadtmauer‘ saniert und statisch gesichert. Hierbei wurde die Mauer durch Erdnägel nach hinten rückverankert. Nach der Sicherung wurde die Mauer mit eigens hierfür hergestellten handgeschlagenen Ziegeln repariert und teilweise neu aufgemauert, wobei auch die glatten Hartbrandklinker von 1955 ersetzt wurden. Soweit möglich wurden altbrauchbare Steine wiederverwendet. In den Keller der Bastion wurde die Steuerung des zeitgleich neu gebauten Regenüberlaufbeckens am Neuffenplatz eingebaut. Die Stützmauer zum Neuffenplatz wurde auch in die Sanierungsmaßnahme einbezogen.

Anschließend wurden die Grünflächen freigelegt und als öffentliche Parkanlage hergestellt. Nach einer Planung des Landschaftsarchitekten Hans Jürgen Baron, Ulm, wurde der gesamte Bereich umgestaltet. Der Weiher wurde wieder hergestellt. Hierbei stellte man fest, dass das Grundwasser über die Jahrhunderte so weit abgesunken war, dass man es nicht mehr für den Weiher nutzen konnte. Der Teich wurde daher mit Folien abgedichtet und ist nun ein stehendes Gewässer.

Schon 1985/86 war als einer der ersten Schritte zur Altstadtsanierung der Busbahnhof von 1966 verkleinert und zu einem Parkplatz umgebaut worden. Es fehlte aber noch eine kurzwegige Verbindung zur Altstadt. Daher wurde der Weg zwischen dem Neubau Wettbach 1 und dem Fuggerschloss als Verbindungsweg zum Parkplatz ausgebaut und mit einer Brücke über den Schlossgraben geführt.

Der Architekt der Altstadtsanierung, Dr. Friedhelm Amslinger, schlug eine Brücke als leichte Stahlkonstruktion vor. Der Stadtrat hielt aber eine Holzkonstruktion für passender. Diese hätte aber deutlich stärkere Dimension erfordert, so dass man sich letztlich auf eine Mischkonstruktion einigte, bei der an Holzpylonen eine stählernes Traggerüst aufgehangen wurde, welches mit einem Holzgeländer versehen wurde.

Das Ende der Stadtmauer

Die Stadtmauer war mit einer Höhe von ca. 7 m, ihrer Stärke von 1,40 m und der vorgelagerten Zwingermauer schon ein mächtiges Bauwerk. Besonders für die unmittelbar neben der Mauer befindlichen kleinen Häuser – die ursprünglich überwiegend nur eingeschossig waren – muss die Wirkung der Mauer schon sehr erdrückend und einengend gewesen sein. Es ist daher sehr verständlich, dass man sich, als die militärische Notwendigkeit dieser Verteidigungsmethode nicht mehr gegeben war, dieses Bauwerks entledigen wollte. Spätestens ab Mitte des 18. Jhdt. fing man daher an, die Mauer schrittweise abzutragen.

Auf einer lithographierten Stadtansicht von 1775 ist die Zwingermauer schon nicht mehr dargestellt, ebensowenig wie der Keserturm. Daraus kann geschlossen werden, dass die Zwingermauer zuerst niedergelegt wurde, um die so entstandene Fläche als stadtnahe Gärten für die Selbstversorgung zu nutzen.

Der erste Abschnitt der von der großen Mauer aufgegeben wurde, war die östliche Mauer zwischen Unterem Tor und Kornkasten. Es ist leider nicht dokumentiert, wann die Stadtmauer in diesem Bereich (heutiger Verlauf der Straße An der Mauer) und mit ihr der Keserturm niedergelegt wurde. Im Urkataster von 1823 ist sie bereits nicht mehr eingezeichnet. Im Akt A 125-S 18 wird im Zusammenhang mit dem Antrag auf Umbau eines Stadels An der Mauer in ein Wohnhaus ausgeführt, dass die ursprüngliche Stadtmauer abgebrochen und durch Stadelbauten ersetzt wurde. Diese mussten auf Anordnung der vormaligen churfürstl. Landes-Direction in Schwaben, welche die Abhebung der vormaligen Stadtmauern u. Verkauf der Area als bodenzinsiges Eigentum bewilligt hatte, in gleicher Höhe wie die damalige Mauer aufgeführt werden. 1806 ging das Churfürstentum Bayern im Königreich Bayern auf. Der Abbruch dieses Teils der Stadtmauer müsste demnach bereits vor 1806 erfolgt sein. Der zugehörige Schriftwechsel wurde aber im Stadtarchiv leider noch nicht gefunden. Auch die Ratsprotokolle aus dieser Zeit behandeln den Vorgang nicht.

Andererseits gibt es ein 1812 datiertes Gemälde von Konrad Huber, auf dem sowohl der Keserturm als auch die Stadtmauer eindeutig dargestellt sind. Vielleicht hat Huber die Mauer damals nach dem Gedächtnis in das Bild hineinkomponiert, weil ihm die alte Ansicht schöner erschien als die Dokumentation des tatsächlichen damaligen Zustandes.

Die Existenz der Mauer in diesem Bereich wurde bei Bauarbeiten in der Konrad-Huber-Str. und der Institutsgasse nachgewiesen. Auch ist in einigen Bauplänen in diesem Bereich die alte Mauer eingetragen. Beim Bau der zunächst eingeschossigen Stadel in dieser Bauzeile wurde die Zwingermauer im Osten als Fundament verwendet. Im Laufe des 19. Jhdt. wurden die Stadel trotz anfänglichem Widerstand durch Stadt und Regierung zu zweigeschossigen Wohnhäusern erweitert. Um mehr Platz zu bekommen, wurden die Neubauten aber teilweise auch nach Osten vergrößert und griffen somit über die alte Zwingermauer heraus.

Im Urkataster 1823 ist der Restbestand der Stadtmauer genau vermessen und dargestellt. Hier sieht man, dass zu dieser Zeit von der Zwingermauer fast nichts mehr vorhanden war. Sie ist nur noch in wenigen Teilen eingezeichnet und auch nur als niedrige Mauer, wohingegen die Stadtmauer in weiten Teilen noch als aufgehende Mauer eingetragen ist. Dennoch ist auch hier anzunehmen, dass die Mauer nicht mehr in ihrer vollen Höhe gestanden hat.

Der Abbruch der Stadtmauer hinter der Stadtpfarrkirche

1837/38 wurde die Stadtmauer hinter der Stadtpfarrkirche abgebrochen, um die Belichtungs- und Belüftungsverhältnisse in der Stadtpfarrkirche zu verbessern. Die Baumaßnahme wurde ohne die erforderliche Genehmigung der Regierung durchgeführt, was zu deutlicher Kritik führte. Insbesondere wurde die Gestaltung der neuen Mauer als „Gartenmauer“ kritisiert. [9]Stadtarchiv Weißenhorn, Akt A 114-12

Am 29. Dezember 1837 beschloss der Stadtmagistrat, die Stadtmauer zwischen dem Pfafffenturm und dem gräflich-fuggerschen Schlosse abzubrechen, weil sie schon „seit vielen Jahren ohne Bedachung sey und ihr der Einsturz drohe„. Ebenso sollte die Zwingermauer abgebrochen, aber als Gartenmauer neu aufgeführt werden. Die Steine wollte man zu anderen Kommunalbauten verwenden. Man holte sich auch die Zustimmung des Grafen Fugger ein und ließ den Maurermeister Kerner einen Kostenvoranschlag erstellen, der mit 445 fl 35 Kr. abschloss. Ein Maurerarbeitstag war in diesem Kostenanschlag mit 32 Kreuzern veranschlagt. Am 12. Januar 1838 beantragte man die Genehmigung beim Königlichen Landgericht Roggenburg als Kuratel-Behörde. Das Landgericht legte den Antrag der Regierung von Schwaben und Neuburg vor, die die Baumaßnahme aber am 6. Mai 1838 ablehnte, weil „eine absolute Nothwendigkeit für Abtragung der fraglichen Stadtmauer nicht ersehen werden kann und es der allerhöchsten Regierung Wille ist, dass die Ringmauern der Städte möglichst erhalten werden„.

Nun war guter Rat teuer. Zwei Jahre später, am 17. Februar 1840, kam man auf die Idee, den in Weißenhorn ansässigen königlichen Landgerichtsarzt Dr. Beck um ein medizin-polizeiliches Gutachten zu bitten, welches dieser auch bereitwillig am 20. Februar 1840 abgab. Der Gerichtsarzt argumentierte, dass die kleine Kirche ständig sehr überfüllt sei und dass viele Menschen während der Gottesdienste unter Übelkeit, Engbrüstigkeit und Ohnmachten litten, dass die Kirche sehr feucht sei und die schlechte Luft wegen der angrenzenden hohen Stadtmauer nicht ausgetauscht werden könne. Nach dem „Dafürhalten des Unterzeichneten kann eine indicate Hebung einer solchen sozialen Schändlichkeit nur dann stattfinden, wenn die …. Stadtmauer ganz …. abgebrochen wird„. Noch am gleichen Tag schickte die Stadt dieses Gutachten mit einem mehrseitigen Begleitbrief an das Landgericht Roggenburg.

Die Argumente des Gutachtens überzeugten Landgericht und Regierung. Diesmal entschied das Innenministerium, und am 11. Juni 1840 wurde die Genehmigung „allergnädigst“ erteilt, sofern die neue Stadtmauer nicht „gartenmauerähnlich„, sondern in „alterthümlicher Art“ mit Zinnenbekrönung ausgeführt werde. Am 16. Oktober 1840 beschloss der Stadtmagistrat, die Arbeit sogleich Anfang November zu beginnen und längstens binnen vier Wochen zu vollenden. Man teilte dies auch dem Grafen Fugger mit, doch bei der Gräflich Fuggerschen Domaineninspection erinnerte man sich an die Zusage vom Januar 1838 nicht mehr, da der alte Graf Fugger gestorben war. Nachdem die Stadt jedoch auf die damalige Zusage hinwies, entschuldigte man sich und stimmte dem Bau zu.

Zum Bauen kam man jedoch, wie vorgesehen im November 1840, nicht mehr. Im März 1841 debattierte man im Magistrat noch ausführlich darüber, ob es günstiger sei, die Arbeiten in Akkord oder in Regie zu vergeben. Maurermeister Kerner hatte einen neuen Kostenvoranschlag eingebracht, der jetzt auf 968 fl 34 Kr. lautete. Der Maurerarbeitstag war immer noch mit 32 Kreuzern angesetzt, so dass der Bau fast doppelt so teuer wurde. Ob die Mauer nun in Akkord oder Regie gebaut wurde, geht aus den Akten nicht hervor, jedenfalls wurde die Bauarbeit durchgeführt und abgeschlossen.

Offensichtlich wurden die Arbeiten jedoch nicht nach dem genehmigten Bauplan ausgeführt, denn die Königliche Bauinspection aus Dillingen forderte in einem scharfen Brief vom 19. Juni 1846 Rechenschaft vom Magistrat.

Doch nicht nur die neu erbaute Stadtmauer entsprach nicht dem Geschmack der Baukommission, sondern auch der Kirchturm, weil die Stadt die darauf befindlichen alten Wappen übermalen lassen hatte, ohne eine Genehmigung eingeholt zu haben, außerdem wurde der Kirchturm grün angestrichen, „es besteht somit an der geweißten Kirche der grün angefärbte Thurm zum größten Scandal„. Doch damit nicht genug: „Neuerdings hat dieser Magistrat das schöne altdeutsche Stadtthor verputzen und die Verzierungen auf die unpassendste Weise mit rother und grünlichter Farbe anstreichen lassen„. Der Stadtmagistrat rechtfertigte sich am 17. Juli 1846 wegen der Stadtmauer, dass er die erforderlichen Formsteinziegel nicht bekommen könne und deswegen die Arbeit noch nicht abgeschlossen sei. Man beantragte aber gleichzeitig die Mauer so zu belassen wie sie war. Diese Argumente ließ die Königliche Bauinspektion jedoch nicht gelten. Am 9. September 1846 schrieb sie über das Landgericht Roggenburg an die Stadt „daß die Entschuldigungen, welche der Magistrat wegen der Nichtvollendung der Stadtmauer resp. wegen der Nichteinhaltung des allerhöchst genehmigten Bauplanes vorbringt, schal und leer sind. Am unglaublichsten aber ist, daß derselbe die eigens hierzu geformten Backsteine nicht zu bekommen weiß, während doch in der fürstlichen Ziegeley, daselbst alle besonders geformten Steine in Vorrath daliegen und zu haben sind„. Hiermit schließt der Akt, so dass man heute leider nicht mehr sagen kann, ob die Mauer nun nach dem Willen der Königlichen Bauinspection vollendet wurde oder als Gartenmauer blieb, wie es die Stadt vorhatte.

Nach dem Einsturz der Pfarrkirche 1859 wurde diese Mauer auch abgebrochen und mit der neuen Pfarrkirche überbaut, so dass von dieser Mauer, über die zehn Jahre lang gestritten wurde, nichts mehr erhalten ist.

Abbruch der Stadtmauer im Zuge des Kirchenneubaus

Am 22.02.1859 stürzte die alte Stadtpfarrkirche ein. Die Diskussion über die Schuldfrage und den Neubau ist in der Chronik der Stadtpfarrkirche dargestellt.

Relativ schnell wurde klar, dass der Neubau einer größeren Stadtpfarrkirche die städtebauliche Situation nachhaltig verändern werde. Man sah auch, dass man, um genug Platz für einen großen Neubau zu bekommen, einen Teil der alten Stadtbefestigung abbrechen müsse. Man setzte sich den Erhalt des alten Kirchturmrests als Zwangspunkt und richtete alle Entwürfe auf diese Vorgabe aus. Zuerst opferte man den südlich der Kirche liegenden Teil der Stadtmauer, den man erst 1837-46 teilweise abgetragen und erneuert hatte, um mehr Licht und Luft in die alte Kirche zu bekommen. Daher erwog man sogar, die neue Kirche entgegen aller üblichen Art nach Süden und nicht wie sonst nach Osten auszurichten. So hätte man die Kraygewölbe und den Pfaffenturm erhalten können, wenn auch dieser Turm direkt neben der Kirche keine gestalterisch optimale Lösung gewesen wäre.

Letztlich blieb aber doch nichts anderes übrig, als die gesamte Stadtmauer vom Rathaus bis zum Schloss einschließlich des Pfaffenturms aufzugeben und abzutragen. Auch das Mesnerhaus hinter der Kirche musste 1864 dem Neubau weichen. Mit dem entstehenden Bauschutt wurde gleich der Graben aufgefüllt.

Abbruch des Wettbachturms und der restlichen Stadtmauer

Am 02.03.1873 – die neue Stadtpfarrkirche war gerade im Jahr davor eingeweiht worden – beschlossen die Gemeindebevollmächtigten, den Wettbachturm zu verkaufen. Maurermeister Kerner schätzte dessen Wert auf 1480 fl. Der Verkauf wurde im Landboten öffentlich bekannt gemacht und auf den 15.04.1873 9:00 an Ort und Stelle festgesetzt. Der Abbruch habe binnen 4 Wochen zu erfolgen, das Abbruchmaterial sei unmittelbar zu beseitigen und der Bauschutt der Gemeinde zu überlassen. Der Abbruch müsse bis auf Erdgleiche erfolgen. Das Bezirksamt Illertissen stimmte dem Abbruch des Wettbachturmes zu …dass der mit der ganz niedrigen Stadtmauer verbundene Weppachthurm nicht die Gestalt eines Thurmes, sondern mehr eines unschönen Wohngebäudes, sowie weder monumentale noch geschäftliche Bedeutung hat, daher durch dessen Entfernung das Äußere der Stadt Weissenhorn nur gewinnen kann…. Anschließend wurde der Turm abgebrochen.

Auf einer zeitgenössischen Zeichnung kurz vor Abbruch des Turmes ist die Stadtmauer dargestellt. Sie reicht noch bis zum 1. Stockwerk und dürfte nach ca. 4 m hoch gewesen sein. Die Maueroberkante ist als Abbruch zu erkennen, ohne eigene Bedachung.

Die über den Graben führende Brücke und die Fundamente des Wettbachturms wurden beim Ausbau der Martin-Kuen-Str. gefunden.

Das letzte Stück der alten Stadtmauer wurde 1966 beim Abbruch des Hauses Wettbach 1 beseitigt, dessen Eigentümer im rückwärtigen Grundstücksteil einige Schuppen und Nebengebäude an die alte Stadtmauer angebaut hatte.

Unterirdische Verbindungsgänge

Hans Burkhart stellt in seiner 1988 erschienenen ‚Geschichte der Stadt Weißenhorn‘ die These auf, es habe unterirdische Verbindungsgänge aus der unteren und oberen Vorstadt in das befestigte Altstadtoval gegeben. Er führt hierzu einige Gänge und Keller, besonders in der Memminger Str., an.

Es erscheint zwar durchaus möglich, dass die Keller einiger Gebäude miteinander verbunden waren, die benannten Befunde lassen sich aber nicht zu einem zusammenhängenden systematischen Netz verbinden.

Eine Verbindung in die befestigte Altstadt wird für äußerst unwahrscheinlich gehalten, weil solche Gänge ja unter den Gräben durch das Grundwasser führen müssten.

Bei den genannten Gängen könnte es sich auch um alte Abwasserkanäle handeln.

Da diese These nicht durch neuere Forschungsergebnisse erhärtet werden konnte, wird sie hier nicht weiter dargestellt.

Quellen:

Quellen:
1 Habel, Bayerische Kunstdenkmale; Stadt und Landkreis Neu-Ulm, 1966, Deutscher Kunstverlag, München
2 Ehrenspiegel des Hauses Österreich, Bayerischen Staatsbibliothek Cgm 896; Blatt 227r.
3, 10, 12 Stadtarchiv Weißenhorn; Foto: Heimatmuseum Weißenhorn
4, 5, 6, 7, 8, 11, 13 Heimatmuseum Weißenhorn; Foto: Heimatmuseum Weißenhorn
9 Stadtarchiv Weißenhorn, Akt A 114-12

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