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Reichenbacher Str. 13 – Stadel

Ein Stadel hat an dieser Stelle schon 1548 gestanden, davor wahrscheinlich schon ein Hauptgebäude. Das Baujahr des heutigen Stadels ist unbekannt. zurzeit ist beabsichtigt, den Stadel abzubrechen um den dahinter liegenden öffentlichen Parkplatz besser erschließen zu können.

Eigentümer vor 1465 sind archivalisch nicht feststellbar. 1465 war vermutlich ein Conrat Weidmann Eigentümer. 1475 sind Lexin Seitz und Gall Weitmann Eigentümer von Haus, Garten und Hoffraittin. Als Nachbar ist ‚unser Frauen Haus‘ genannt. Dieses ist nicht steuerpflichtig und daher in den späteren Steuerlisten nicht aufgeführt.

1507 ist Allexli Seytz neben anderem Eigentum auch hier Besitzer von Haus, Hofraitin und Gartin. In der Lagebeschreibung heißt es 1507 in B 38-11‚beim Thörl gegen den Onsang‘. Die Lage gegen den Ohnsang-Wald (am Ende der Reichenbacher Str.) würde stimmen, sie setzt allerdings voraus, dass sich 1507 hier ein Tor befunden haben muss. Dies ist denkbar, da auch am Ende der Günzburger Str. (bei GZ23) und am Ende der Memminger Str. (bei MM35) derartige Tore aufgeführt sind. In den folgenden Jahren lässt sich das Haus in den Steuerlisten nicht weiterverfolgen. Zwischen 1518 und 1548 dürfte das Haus Hauptplatz x2 an Wilhelm Schmid (Schmidsche Herberge) verkauft worden sein. Hierbei dürfte auch das Grundstück RB13 an ihn übergegangen sein. Unklar ist auch, wie lange das Grundstück mit einem Hauptgebäude bebaut war, 1548 ist nur noch von einem Stadel die Rede. Es ist denkbar, dass das alte Haus nach 1507 abgebrochen wurde, zeitgleich mit der Verlegung ‚Unser lieben Frauen Haus‘ (RB11) in die Mariengasse 3.

1548 ist Cordula Schmiden Stadl genannt, deren wahrscheinliches Verwandtschaftsverhältnis zu Wilhelm Schmid, HPx2, nicht geklärt werden konnte. Ab 1614 sind in den neueren Steuerbüchern die Verhältnisse klarer. 1614 ist es der Stadel des Bernhard Roth (MM04), ~1623 erwirbt Christoph Bader (HP01) den Stadel von Bernhart Roth. Ab 1636 gehört der Stadel immer zum Storchen Hs.Nr. 171, RB11.

1948 wollte die Stadt den Stadel erwerben zur Unterbringung des städt. Wagenparks. Der Kauf kam aber nicht zustande.

An der Wand des zurückgesetzten Stadels wurde 1971 eine großformatige Werbetafel angebracht.

Im Jahr 2019 erwarb die Stadt dann doch noch den Stadel und wollte ihn abbrechen um für den dahinterliegenden öffentlichen Parkplatz eine bessere Zufahrt zu erhalten. Der Abbruch wurde aber noch nicht vollzogen.

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