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Das Haus Kaiser-Karl-Str. 8

Mitte des 19. Jahrhunderts entstand zunehmender Bedarf an Wohnbauflächen. So begann auch in der Kaiser-Karl-Str., damals noch Kappengasse genannt, eine Bebauung nach Norden im Anschluss an die historische Bebauung.

Frau Cecilia Bader, eine der wenigen weiblichen Bauherren, ließ sich 1854 dieses Haus in der damals üblichen einfachen Bauart erbauen. 1857 wurde auf dem Grundstück noch eine Holremise erbaut. Zwischen 1875 und1882 starb Frau Bader, das Haus ging an den Schreiner Karl Hauf. Schon 1893 wird seine Witwe Severina Hauf als Eigentümerin geführt.

1928 kaufte die evangelische Kirchengemeinde das Gebäude mit Garten und installierte dort ein Pfarrhaus.

1937 wurde in den rückwärtigen Grundstücksteil ein Unterrichts- und Sitzungsraum als Gemeindehaus gebaut. 1953 wurde sogar eine Klasse der städt. Mädchenmittelschule hierher ausgelagert.

Zum 01.07.1949 wurde in Weißenhorn ein Vikariat eingerichtet, welches 1953 sogar zum Pfarramt erhoben wurde. Ebenfalls im Jahr 1949 wurde das Pfarrhaus renoviert. 1958 wurde das Pfarrhaus umgebaut und um einen Neubau nach Süden erweitert.

1978 erwarbdie ev. Kirchengemeinde an der Ecke Reichenbacher Str. / Schubertstraße ein Grundstück zum Neubau eines Gemeindezentrums. Am 23.05.1980 erfolgt der Spatenstich durch Pfarrer Bodo Mehring. Am 28.05.1981 fand die Einweihung des neuen ‚Augustana-Zentrums‘ statt. Auch das Pfarrbüro wurde in das neue Gemeindezentrum verlegt. Zur Finanzierung des Baus des Gemeindezentrums wurde das alte Pfarrhaus in der Kaiser-Karl-Str. 8 mit Gemeindesaal verkauft. Der Grafiker Jürgen Gaiser kaufte das Haus und nutzte den ehem. Pfarrsaal als Galerie.

Gaiser verkaufte das Anwesen bereits 1984 wieder. Seitdem diente das Haus verschiedenen Nutzungen, besonders der ehem. Gemeindesaal.

Quellen:

Quellen:
1 Stadtarchiv Weißenhorn; Foto: Heimatmuseum Weißenhorn
2 Heimatmuseum Weißenhorn; Foto: Heimatmuseum Weißenhorn

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